Ich wollte mich gerade darüber auslassen, wie gut der hauseigene Computer mit kostenlosem Internetzugang meines Fünfsterne-Hotels geht, aber dann hat das Programm irgendwie durchgedreht und ich schaffte es nicht mehr, GMX zu öffnen, dann halt nicht.
Besagtes Hotel ist nicht mal eine Nebenstraße vom „Cardenal Cushing“ entfernt, das Jesus-Maria Colegio, wo die Gemeinschaft von Madre Silvia lebt. Nachdem ich die guten Madres für den doppelten Preis vom Hoteltelefon aus angerufen hatte (leider waren sie, als ich es vom Flughafen aus versuchte, nicht daheim) holte mich auch gleich mal Madre Carmen ab. Als erstes wuschen wir mein T-Shirt, nachdem ein netter Argentinier, der in der selben Patsche wie ich sitzt, aber wenigstens Kleidung zum Wechseln hat, mir ein T-Shirt geliehen hatte. Das Problem lösten die Madres aber dann auch gleich, denn sie hatten einen neuen Kühlschrank gekauft und als Werbegeschenk war ein T-Shirt dazugekommen, mit Eisbären und der Aufschrift „60 Jahre in Bolivien“, gut das muss ich erst noch vollbringen, aber dennoch.
Madre Carmen zeigte mir dann auch die Stadt und anschließend nach erholsamer Dusche (diesmal warm, nicht so wie gestern) ging’s zur Messe, was ein wirklicher Genuss war und von allen Problemen ablenkte. Zu Ehren von Sankt Roque, Pfarrpatron und bald Patrozinium spielte ein Streicherquartett. Gut, die Messe dauert mehr als eineinviertel Stunden, aber was macht das schon. Als ich dann spät um viertel nach neune zum Abendessen im Gegenwert von 6$ kam, lud mich der nette Argentinier, der auch gerade ankam, an seinen Tisch ein, der Herr gönnte sich mehr als 6$, legte also drauf und ich bekam ein leckeres Abendessen mit einem halben Gläschen Wein.
Die Ehefrau des Argentiniers heißt übrigens Teresa.
Sein Flug war wohl wirklich überbucht, o.k. meiner auch, nur dass bei uns zwei Leute mit demselben Boarding Pass unterwegs waren, ich also schon im Flugzeug war und dann wieder aussteigen musste, der Argentinier (Edelstein, weiß nicht, was er für deutsche Vorfahren haben möge) hatte nie sein Flugzeug gesehen und auch sein Gepäck wiederbekommen.
Ich muss morgen in São Paulo beginnen zu protestieren habe aber beschlossen, schon mal hier anzufangen, damit dann in São Paulo nichts schief läuft.
Voraussichtlich schaffe ich es bis Montag nach Deutschland.
Wen nicht, weiß ich jetzt schon den Weg vom Hotel zu den Madres und muss nicht mal mehr telefonieren, also kein Problem wegen fehlender Bolivianos, die hatte ich nämlich schon alle abgelegt, um nicht darauf sitzen zu bleiben.
Jetzt sollte ich wohl schlafen.
Da GMX eh nicht geht und ich bald daheim bin reicht das wohl auch
Episoden 7,8,9 1,2,3 etc. erzähle ich daheim, es fehlen die Titel für die neuen, und Evo verfolgt mich
LG
Resi