Warum ich jetzt ganz auf Starwars umsteige, hat wohl den Grund, dass ich auch so schön chaotisch episodisch erzähle, wobei ich nicht mal 4,5,6, und dann 1,2,3 bringe, sondern eher 1,4,2,5,3,6. Naja, ihr kennt ja schon die Geschichten, wenn ich etwas nachzuholen versuche:
Aber jetzt erst mal die Personen:
Meister Joda: Madre Marie-Estell
Prinzessin weiß nicht, wie sie heißt: Charito
Der große Teddybär: Madre Encarna
Käpten sonstwie (habe wohl viele Namen vergessen): Madre Maria-Luisa
Und ohne eingebildet zu sein Skywalker: ich
Die kleinen Teddybären: die Kinder hier
Erst mal zu Meister Joda: Madre Marie-Estell ist wohl eine der beeindruckendsten Personen, die ich hier kennenlernen durfte. Sie ist eine der ersten fünf, die von Jesus-Maria nach Bolivien kamen, und war bei der Gründung von allen bolivianischen Gemeinschaften mit dabei.
Sie kommt aus Toledo (Spanien) und drei Wochen vor ihrer Hochzeit – Brautkleid schon gekauft – wurde die Entscheidung getroffen in einen Orden einzutreten. Ihr Verlobter hat fünf Jahre gewartet, bis zu ihren ersten Votos (keine Ahnung was man da auf deutsch sagt (Gelübde; Anm. d. Redaktion)) hat ihr dann einen Brief geschrieben, dessen Inhalt ich nie erfuhr, weil dann das Telefon klingelte.
Nachdem ich mit den Postulantinnen eine Woche auf dem Land war um die Exerzitien des heiligen Ignatius zu machen (wusste vorher eigentlich gar nicht, was das so genau ist., aber es war eine unheimlich ergreifende Erfahrung, der ich später in einer Episode einen eigenen Platz geben will), war es sehr schön, dass ich mit einigen gemeinsam nach Arani konnte. Diese blieben nur zwei Tage, wo die Madres, außer eben Marie Estell, nicht da waren. Da wurde ich dann gleich in die Gebete wie selbstverständlich von den Postulantinnen mit eingeschlossen. Und als sie dann gingen, war ich alleine mit Meister Joda (hat sogar einen Stock und manchmal hat sie ihre Momente, wo man nicht glaubt, dass sie so klein, gebückt und reich an Jahren ist, wenn sie die Kinder zurechtweist). Gut wir beteten die Vesper und im Anschluss erklärte sie mir, dass sie immer noch gleich die Completas betet, weil sie die Treppe zur Kapelle kein zweites mal schafft. So haben wir uns angewöhnt, dass nur wir zwei, wenn ich nach der Vesper Zeit habe, gemeinsam das Gebet für die Nachtruhe beten. Die anderen Madres beten später, wenn ich schon im Schlafsaal bin. Es ist wirklich schön, Madre Marie-Estell hat mir Gebetsbuch, Bibel und Liederbuch besorgt und teilt mir auch immer den Messplan der Pfarrei mit, weil jede Madre geht, wann sie will und Zeit hat, also nicht wie in Kami gemeinsame Messe außer sonntags.
Ich komme jetzt eh schon zu Ende, weil ich gleich die Kleinen von der Schule holen muss.
Krieg der Bälle: Hier wird immer um Spielzeug gerauft, vor allem um Bälle.